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Sonntag, 2. Dezember 2012

Tom‘s Kolumne: Seriosität... ein Paradoxum im Ghosthuntertum?



Ich möchte eines voranstellen, nämlich, dass ich diesen Artikel nicht schreibe, um mit einem Finger auf andere Teams oder einzelne Personen zu zeigen und sie anzuprangern, sondern um außenstehenden unbeteiligten Dritten aufzuzeigen, dass es Ghosthunter-Teams gibt, die mit unterschiedlichen Arbeitsweisen und Teamphilosophien den Untersuchungen von paranormalen Phänomenen nachgehen. Allerdings werde ich keine Namen von Teams nennen. Auch möchte ich den nicht mit der Szene verbundenen Lesern verdeutlichen, dass Ghosthunter auch sehr rational denkende Menschen sein können, aber es leider auch dort Scharlatane gibt.

Ist Seriosität  im Ghosthuntertum ein Paradoxum und ist dieses damit nicht vereinbar? Um sich eine eigene Antwort auf diese Frage zu bilden, möchte ich den Lesern viele Denkansätze und Beispiele nennen….

Die Untersuchung von möglichen paranormalen Phänomenen –auch wenn diese ansatzweise wissenschaftlich erfolgt- fällt in den Bereich der Esoterik. Die Esoterik wird aufgrund ihrer so dermaßen hohen vielschichtigen Unterbereiche (Wahrsagerei, Hexerei, Schamanismus, Astrologie usw.) mehr als nur belächelt. Von daher ist es gar nicht einmal ungewöhnlich, dass manchmal auch Ghosthunter als „esoterische Scharlatane“ bezeichnet werden und deswegen das Ghosthuntertum oftmals nur belächelt und nicht ernstgenommen wird.

Ein weiterer Grund, warum das Ghosthuntertum wahrhaft stiefmütterlich behandelt wird, liegt auch darin,  wenn ein Ghosthunterteam sich nur auf die Aussagen eines mit dem Team zusammenarbeitenden Vollzeitmediums verlässt. Wer meine bisherigen Artikel verfolgt hat, wird wissen, dass ich einer solchen Zusammenarbeit offen gegenüber stehe, aber –und dies sollte betont werden- halte ich es für Nährfutter derjenigen, die eben Ghosthunter als unseriöse und unprofessionelle Freizeitsportler bezeichnen, wenn man lediglich das Vorhandensein von Geistern bei einer Location oder bei Klienten auf die Aussagen eines Mediums zurückführt -und hierbei beziehe ich mich auf einen aktuellen Bericht eines Ghosthunterteams- dies nicht vor Ort, sondern über hunderte von Kilometern Entfernung per Ferndiagnose festgestellt wurde. Zur Ehrenrettung von medialen Menschen muss ich aber anmerken, dass diese sich schon –wenn sie gut sind- auf Entfernungen einfühlen können. Aber ist dies dann seriös? Ein Medium stellt die Anwesenheit eines Geistes fest, die aber vor Ort tätigen Ghosthunter finden keinerlei Anzeichen für paranormale Aktivität, also weder die Geräte zeigen Ausschläge, noch zeigen die Bilder oder Videos Auffälligkeiten, geschweige denn wurden Stimmen aufgenommen. Dem hilfesuchenden und womöglich mit Angst erfüllten Klienten wird dann die Aussage des Mediums präsentiert und das Vorhandensein von paranormaler Aktivität bestätigt. Meine ganz persönliche Meinung dazu: Ich finde dies eine höchst paradoxe Verhaltensweise eines Ghosthunterteams und schiebt das Ghosthunterteam tiefer in die Esoterik-Ecke. Dies ist leider ein negatives Beispiel und würde meine Hauptfrage bejahen.

Dagegen halte ich es für hilfreich, wenn ein medialer Mensch ein Ghosthunterteam unterstützt, aber seine Aussage darf nicht über die Ergebnisse von Messungen, Ton- und sonstiger Aufnahmen gestellt werden. Die Feststellungen eines Mediums sind dann hilfreich, wenn man gezielt aufgrund der Aussagen untersuchen kann. Wenn dann aber keine paranormale Aktivität durch Ghosthunter festgestellt werden kann, ist die Aussage eines Mediums nur eine Aussage und stellt keine Beweiskraft dar. Für mich persönlich –und dies habe ich schon oftmals geschrieben- müssen mehrere Indizienbeweise vorliegen, damit ich die Aussage treffen kann, dass paranormale Aktivität vorhanden ist (also ein Zusammenspiel von div. Aufnahmen und nicht nur eine EVP oder ein Bild).

Allerdings gibt es aber auch sehr viele Ghosthunterteams, die ebenso wir unser Team von Ghosthunter-NRWup (gesprochen: NR-Wup)  zunächst nach rationalen Erklärungen suchen und auch deren Arbeitsweise und Philosophie des Ghosthuntings als professionell angesehen werden kann. Da Ergebnisse auf den Aufnahmen verschiedenster Art fußen. Auch halte ich es für seine sehr gute Hilfe bei Untersuchungen in Privathaushalten, wenn man notfalls einen Psychologen und/oder Mediziner mit an Bord nimmt. In unserem Team haben wir einen Mediziner und sind auch mit einem Psychologen befreundet, der uns bereits einmal sehr hilfreich zur Seite stand, da die paranormalen Phänomene („Sichtungen“ und „Besessenheit“) eher auf den psychischen Zustand der Klientin zurückzuführen waren. Die Klientin fiel leider in der Vergangenheit auf einige mediale Scharlatane herein und hatte viel Lehrgeld zahlen müssen. Auch konnte unser Mediziner bereits in zwei Fällen sehr weiterhelfen bei der Ergebnisfindung. Natürlich ist man als Ghosthunter auch positiv angetan, wenn man Indizien für paranormale Aktivitäten findet, da ich persönlich an die Existenz von Geistern glaube (aufgrund persönlicher Erlebnisse), bin ich auch aufgeschlossen dafür, aber ich bin auch zufrieden, wenn wir nichts finden, wenn dem Klienten mit dem Ergebnis damit dann auch geholfen ist. Ich halte daher diese Art der Untersuchungs- und Ergebnisfindungsphilosophie für seriös und professionell und würde meine Eingangsfrage mit einem klaren Nein beantworten.

Es gibt auch Ghosthunterteams, die von vornherein die Philosophie verfolgen, dass Geister nicht existieren. Diese haben natürlich auch ihre Daseinsberechtigung und stehen auch für Seriosität, da sie ebenso versuchen handfeste Nachweise zu liefern.

Im Ghosthuntertum darf meiner Ansicht nach keiner der Mitwirkenden vergessen, dass man in erster Linie zu versuchen hat, einem hilfesuchenden Klienten zu helfen und zwar  in jeglicher Hinsicht - solange keine Gefahr in jeglicher Hinsicht für den Klienten besteht. 

Ein weiterer Punkt, der das deutsche Ghosthuntertum als unprofessionell und unseriös erscheinen lässt, sind öffentlich ausgetragene Differenzen zwischen Teams. Leider kommt es immer wieder vor, dass das ein oder andere Team sich auf ein Podest hebt, ohne wirklich gute professionelle Arbeiten abzuliefern (häufige Medienauftritte sind kein Anzeichen für gute Arbeit) und auch versucht auf diskussionsunwürdige Art und Weise mit aller Macht versucht andere von der richtigen Arbeitsweise zu überzeugen – auch durch persönliche verbale Angriffe. Ich denke, wenn diese Art von Fehlverhalten endlich ein Ende finden, dann wäre dies ein richtiger Schritt, um meine Eingangsfrage ansatzweise mit Nein beantworten zu können.

Als letzter Punkt, der der Unseriosität Nährboden gibt: Als Klient sollte man hellhörig werden, wenn ein Team versucht eine Ferndiagnose zu stellen, insbesondere wenn diese Ferndiagnose auf psychologische Annahmen basiert. Denn wichtig ist es zu wissen, dass kein Ghosthunter –sofern dieser keine psychologische Ausbildung besitzt- eine Aussage über die Psyche eines Klienten treffen kann und vor allem: darf.

Mein persönliches Fazit ist, dass ich Ghosthunting nicht als unseriös oder unprofessionell ansehe, nur leider gibt es wie in allen Bereichen, schwarze Schafe, die dafür sorgen, dass der Weg zur Seriosität und Professionalität nicht voran- sondern zurückgegangen wird.



Und genau dort setzt auch der Zusammenschluss von drei Teams an (The Paranormal Society Germany // https://www.facebook.com/pages/The-Paranormal-Society-Germany/412595388806548). Dieser Gruppierung können sich natürlich auch weitere Teams anschließen und sind herzlich willkommen, da wir für seriöse Arbeitsweisen einstehen.

Euer Tom von GH-NRWup

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