Vorab mal etwas Offtopic: Ende 2021 liefen
Planungen für eine weitere Reise im Rahmen meines Hilfsprojekts für
Strassenhunde in Rumänien. Dieses Mal wollte ich einen Shelter in Siret, an der
Grenze zur Ukraine besuchen, den ich bereits über mein Hilfsprojekt
unterstützte. Meine Planungen beinhalteten auch einen Abstecher in die Ukraine
vorzunehmen, um mindestens einen Ort zu besuchen, wo es Geschichten zu gab. Die
Reise wollte ich März / April 2022 vornehmen. Nur machte mir Putin mit seinem
völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine einen Strich durch meine
Planungen, der bekanntlich im Februar 2022 überfallartig begann. Meinen Fokus
legte ich dann auf die Unterstützung vom Shelter in Siret, der von einer
rumänischen Freundin betrieben wird und von sehr vielen ukrainischen
Flüchtlingen die Haustiere mit Nahrung und medizinisch versorgte. An sich
wollte ich persönlich die Hilfsgüter nach Siret bringen, aber ein
Transportunternehmen konnte dies kostengünster vornehmen.
Seit dem unterstütze ich nicht nur
private Tierschützer und NGOs in Rumänien, sondern auch in der Ukraine und
dadurch begründete sich auch mein Ukraine-Tierschutz-Podcast (Link).
Nun aber mal zum eigentlichen Thema:
Aufgrund des ausgebrochenen und
anhaltenden Krieges konnte ich bislang nicht in die Ukraine reisen und
unterhielt mich zwischenzeitlich mit ukrainischen Tierschutz-Freunden, um
Informationen von Spukorten in der Ukraine zu erfahren, da die Informationslage
recht dürftig war und nur paar bekannte Locations im Web und Medien zu finden
sind. Hierbei ging es mir in erster Linie um Spukorte/-berichten vor 2014
(Beginn des eigentlichen Krieges gegen die Ukraine) und zurückliegenden
Jahrhunderten.
So erfuhr ich beispielsweise, dass es im
Raum Tscherkassy im Umland bzw. im Bereich des Dammes eines Stausees zu
Sichtungen kam. Einem Reporter wurde berichtet, dass manche Lkw-/Autofahrer
davon berichteten, dass sie am Strassenrand verwundete oder verunstaltete
„Gestalten“ sahen, die aber dann verschwanden. Sie konnten bei den Sichtungen
erkennen, dass sie Uniformen aus der Zeit des 2. Weltkrieges trugen. Diese
Sichtungen könnten in Verbindung zur Kesselschlacht von Tscherkassy stehen, die
sich 1943 zutrug. Für mich als Ghosthunter, der mit seinem Team das
Langzeitprojekt „Kampfgebiet Hürtgenwald“ betreibt, wäre dies besonders
interessant gewesen mal auf den Grund zu gehen, wäre 2022 der Krieg nicht
ausgebrochen. In Tscherkassy selbst gibt es auch ältere und geschichtsträchtige
Gebäude, die über eigene Spukgeschichten verfügen. Bei den Locations handelt es
sich in erster Linie um Orte, die während des stalinistischen Terrors gegen die
Ukrainer für Folter und Hinrichtungen genutzt wurden. Gerade bei solchen
Locations (zB auch Gefängnisse in den USA, wo Hinrichtungen vorgenommen wurden
und werden), gibt es immer wieder Berichte von Spukereignissen. Es gibt
Berichte von Spukvorfällen, die immer zur gleichen Zeit und in der gleichen Art
und Weise stattfinden (hier spricht man manchmal auch Spuk in einer
Zeitschleife und soll Menschen betreffen, die urplötzlich aus dem Leben
gerissen wurden) oder Spuk, der mit anwesenden Personen interagiert.
Einer der Orte, die vom stalinistischen Terror durch dessen NKWD-Polizei für Folter und Mord missbraucht wurden, wird in einem am 15.09.2018 im ukrainischen Online-Magazin DZVIN erschienenden Artikel (Link) behandelt. Der Artikel trägt die Überschrift: "Mysteriöse Cherkasy: Legenden, Geheimnisse, Geister und ungewöhnliche Orte der einheimischen Stadt".
In diesem Artikel geht es u.a. um ein Polizeigebäude im Bezirk "Sosnivsky", welches den älteren noch unter dem Namen „Karlukh“ bekannt ist. Noch heute sind dort die Strafverfolgungsbehörden untergebracht. Während des 2. Weltkrieges und der deutschen Besatzungszeit war dort die Gestapo einquartiert. In dem Gebäude und seinen Kellern wurden hunderte von Gefangenen gefoltert und hingerichtet. Des nachts konnte man die Schreie der Opfer wahrnehmen und dies auch nach Ende des 2. Weltkrieges und der stalinistischen Zeit. In den 60er Jahren mauerte man dann dann die Kellereingeänge zu, um dann in den 70er Jahren mit Restaurierungen zu beginnen. Hierbei fand man dann menschliche Knochenreste. Noch heute kursieren Berichte, um akustische Wahrnehmungen.
Bei einem anderen Ort bei Tscherkassy befand sich ein Gefängnis, wo auch eine Schmiede dazugehörte. In einem ukrainischen Web-Forum wurde davon berichtet, dass ein Gefängnisinsasse dort arbeitete und als der Tag der Entlassung näher kam, er einen Brief seiner Geliebten erhielt, wonach sich diese einem anderen zuwandte. Aus Kummer hierüber soll er sich in der Schmniede erhängt haben und noch heute soll man desnachts die Geräusche von Schmiedearbeiten aus der leerstehenden Schmiede hören. Dererlei Geschichten um Selbstmord aus Liebeskummer und daran anschließenden Spukerscheinungen / Spukphänomenen findet man immer mal wieder.
Dies soll es erst einmal für heute gewesen sein. Ein weiterer Artikel über Spukorte in der Ukraine folgt und dort befasse ich mich ausschließlich mit einem der bekanntesten Orte, nämlich dem Schloss Pidhirtsi, wo der Legende nach der Geist einer eingemauerten Frau durch die Gänge wandelt.
Euer
Tom van den Abbeele (vorm. Pedall)
Ghosthunter-NRWup & RLP / TomsTalkMystery