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Ghosthunter NRWup, die Geisterjäger aus NRW und RLP untersuchen paranormale Phänomene

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Montag, 23. Juli 2018

PU Fort IX am 18.06.2016 - „Ghosthunter meets Skeptiker“

PU Fort IX am 18.06.2016 „Praxis der Untersuchung von Spukphänomenen“ oder anders: „Ghosthunter meets Skeptiker“

Die Abfassung des nachstehenden Untersuchungsberichtes hat leider mehr Zeit als gedacht in Anspruch genommen, aber die dem Projekt zugrunde liegende Idee ist nach wie vor aktuell.

Was war eigentlich die Idee, aus der dieses Projekt entsprang?

In der deutschen Ghosthunter-Szene gibt es ca. 30 Teams (teils auch Einzelpersonen), wobei die Zahl immer recht schwankend ist, da manche aufhören und sich dann neue bilden. Es gibt sehr viele unterschiedliche Team-Philosophien. Diese reichen von „Wir wollen unbedingt beweisen, dass es Geister gibt“, über „ich will berühmt werden“, „Shows/Unterhaltungsserien“, „Einholen von Gruselkicks“,  bis hin zu „Wir wollen schauen, was sich genau hinter den Phänomen und Berichten verbirgt“. Gerade auch bedingt durch dermaßen viele Philosophien/Richtungen/Zielsetzungen fehlt es auch an einheitlichen Standards und Prinzipien/Richtlinien, daher ist die nachfolgende Vorgehensweise nicht generell stellvertretend für alle anderen.

Bekanntlich werden Ghosthunter von Außenstehenden eher belächelt und –man muss es so benennen- als Spinner abgetan, die ein durchgeknalltes Freizeitvergnügen betreiben. Auch ist bekannt, welchen Stellenwert bzw. welches Ansehen Ghosthunter im Lager der Skeptiker besitzen. Leider sind oftmals sachliche Diskussionen schwierig zu führen, da (leider) alle Ghosthunter immer in einem Topf geworfen werden. Aber auf der anderen Seite auch so einige Ghosthunter nicht mit kritischen Aussagen umgehen können – es gibt in beiden Lagern, sagen wir mal verbohrte Hitzköpfe. Im Grunde genommen könnten beide „Lager“ voneinander lernen, zB moderater mit sachlicher Kritik umzugehen auf Seite der Ghosthunter (auch untereinander) und auf der Seite der Skeptiker die Bereitschaft über den Tellerrand zu schauen.

Aber es gibt unter den Ghosthunter-Teams auch solche, die zunächst nach rationalen Gründen für Phänomene und Vorkommnisse suchen und skeptisch eingestellter sind. Dazu gehört insbesondere auch eine Aufklärung (z.B. das Pixelbreibilder/verschwommene Aufnahmen für optische Täuschungen förderlich sind und keine ordentliche Analyse zulassen können oder Schwefelgerüche in der Küche von einem Abfluss herrühren können und kein Hinweis auf einen „Dämonen“ sind) und auch ein selbstkritischer Umgang mit den einsetzbaren Gerätschaften und deren „Ergebnisse“. (Anmerkung 29.04.2018: Mittlerweile halten Apps und Geräte mit hinterlegten Textdatenbanken Einzug in das Ghosthunting, welche eher manipulativer Art sind – worüber Tom u.a. in seinem eigenen YouTube-Channel „TomsTalkMystery“ aufklärt, nebst anderer Themen (zB auch Steve Huffs "Portal")).

So kam es dann, dass das Team von Paranormal Research Hochstift (existiert leider nicht mehr) sowie Ghosthunter NRWUP & RLP sich dazu entschlossen, eine gemeinsame Untersuchung einer Location durchzuführen und hierzu Alexa und Alexander Waschkau von HoaxillaTV zur Teilnahme am Projekt einzuladen. Tom war zwei Jahre zuvor Interview-Gast in ihrer TV-Sendung. Alexa Waschkau ist zugleich auch gemeinsam mit Dr. Sebastian  Bartoschek Autorin des Buches „Ghosthunting“.

Wir möchten anhand dieses Projektes einfach aufzeigen, dass ein Austausch zwischen „Gläubigen und Skeptikern“ sehr wohl auf sachlicher und vernünftiger Ebene stattfinden kann und um somit auch eine Brücke zu den „Skeptikern“ zu schlagen. Dabei auch unsere Arbeitsweise und Ansichten näherbringen und was unsere beiden Teams unter seriösem, Ghosthunting verstehen. Ghosthunting beinhaltet für uns neben den vorstehend schon genannten Ansätzen z.B. auch Analyse von Bildern und Videomaterial, das Aufklären über Fehlinformationen und mittelalterlichem Aberglauben (z.B. Salz hilft zur Abwehr von bösen Geistern, Auftreten einer Schlafparalyse sei ein realer Besuch von Dämonen, Geisterstunde), Hilfestellungen bei Privatfällen, Ängste zu nehmen (und nicht damit zu spielen bzw. noch zu steigern), honorar- und kostenfreies Arbeiten, keine Weitervermittlung von Privatklienten an Gewerbliche aus der Esoterikszene und noch so einiges mehr.

Auf Locations kann eine hohe Erwartungshaltung u.a. auch dazu führen, dass die Phantasie einen Streich spielt. Oder auch der unbedingte Wille und Wunsch nun hier und jetzt den Geist einer bestimmten Person zu sehen, kann dazu führen, dass dieser auftretende Geist dann eher das Produkt einer eigensuggerierten Wahrnehmung ist.

Wir weisen immer darauf hin, dass wir es in erster Linie mit lebenden Menschen zu tun haben, seien es Privatklienten oder jene, die unsere Veröffentlichungen verfolgen und dabei ist ein ehrlicher Umgang mit der Materie und selbstkritische Betrachtung (hohe Messlatte für Ergebnisse) immens wichtig ist. Denn als erster Ansprechpartner für Hilfesuchende, die oftmals verängstigt sind, haben wir schon eine hohe Verantwortung, denn Gesundheit ist ein hohes Gut; es kam auch schon vor, dass wir einen Psychologen mit an Bord holten, z.B. bei einem „Besessenheitsfall“. Auch den Schutz der Privatsphäre von Klienten erachten wir als sehr hoch und daher lehnen wir beispielsweise auch TV/Reprtage-Anfragen für Privatfälle rigoros ab. Man könnte vieles aufführen, aber würde an dieser Stelle zu weit führen. Daher geht es nun zum eigentlichen Untersuchungsbericht:

Bei der für den 18.06.2016 angesetzten Untersuchung handelt es sich im Übrigen um den 3. Termin im Kölner Fort IX. Bei den beiden zurückliegenden Terminen, bei der jeweils eine sogenannte paranormale Untersuchung („PU“) durchgeführt wurde, traten vereinzelt unterschiedliche Vorkommnisse auf, denen wir weiter auf den Grund gehen wollten.

Aufgrund einer Terminsüberschneidung konnte leider Alexander von HoaxillaTV nicht mit nach Köln kommen, so dass Alexa alleine anreiste.

Leider musste auch unser Partnerteam aus Ostwestfalen (Paranormal Research Hochstift) kurzfristig die Teilnahme absagen, da ein Motorschaden dazwischen kam und auf die Schnelle kein Ersatzfahrzeug beschafft werden konnte. Unser Team sollte aus teils beruflichen sowie gesundheitlichen Gründen auch nicht vollständig sein. Von unserem Team waren folgende Personen anwesend: Claudia (Cloody), Wula (kam nach), Liane, Hagen, Andre, Tom sowie Michael (Hagens Bruder) als Gast und Filmer.

Am Nachmittag holten wir Alexa vom Kölner Hauptbahnhof ab und da wir noch etwas Zeit hatten, tranken wir am Bahnhof erst noch einen Kaffee und unterhielten uns dabei über das Projekt und was wir heute machen wollten. Im Anschluss brachen wir dann zum Fort auf.




Dort angekommen trafen wir auch schon auf die anderen Teammitglieder; Wula kam später nach. Wir parkten –wie schon bei der letzten Untersuchung- unsere Wagen direkt am Haupteingang im Innenhof. Das Eingangstor hatten wir wieder verschlossen, um keine ungewollten Besucher einzuladen.

Vor Ort machten wir Alexa mit den anderen bekannt und wir unterhielten uns allesamt – da solche Untersuchungen auch für uns immer ein Wiedersehen sind, da die Mitglieder aus Aachen, Trier, Cochem, Solingen, Wuppertal und Bochum stammen und man sich oftmals erst bei den Terminen wiedersieht.



Im Anschluss verbrachten wir unser Equipment in den hinteren Bereich des Haupteinganges des Forts. Mittlerweile traf auch unsere Wula beim Fort ein, so dass wir nun für heute „vollzählig“ waren.





Da wir diesen Termin ja auch insbesondere dazu nutzen wollten um Alexa das Hobby vorzustellen, erklärten wir ihr auch, welche Geräte wozu genutzt werden. Dazu gehören insbesondere die EMF-Messgeräte, die es in verschiedenen Ausfertigungen gibt: K2, Gaussmaster, Cell-Sensor und Trifeld-Meter. Alle vier werden für das „Aufspüren“ und Feststellen von elektromagnetischen Feldern eingesetzt – die Unterschiede liegen im Bereich des Messbereichs (0,0-1,0 mG bishin zu 1-100 mG) sowie dem „Auswerfen“ der Ergebnisse, entweder durch Dioden oder Geräusche. Es handelt sich um typisches Geisterjäger-Equipment, obgleich auch Messgeräte aus dem Elektrofachhandel bzw. Baumarkt auch Verwendung finden könnten.

Allerdings muss man bei erzielten „Ergebnissen“ durch diese Geräte immer vorsichtig sein, wie man die Ergebnisse deklariert, denn es gibt viele (nicht paranormale) Einflüsse, die Ausschläge hervorrufen könnten (z.B. WLAN, Überlandstromleitungen). In den Bereich „interessant“ könnte es allenfalls dann geraten, wenn Ausschläge unmittelbar nach Fragestellungen/Aufforderungen auftreten und diese sich wiederholen lassen. Und die Deklarierung „interessant“ ist nicht direkt gleichbedeutend mit der Aussage: „Geist“, da gehört für uns schon mehr dazu.

Ferner nutzen wir Raumtemperaturmessgeräte, da eine plötzlich rapide abfallende Raumtemperatur –nach einer herrschenden These- ein Anzeichen dafür sein könnte, dass jemand anwesend ist bzw. sich manifestiert.

Darüber hinaus arbeitet unser Team vorwiegend mit DSLR-Kameras, die fachmännisch von einem Spezialisten für Fotoequipment umgebaut wurden, so dass wir in unterschiedlichen Lichtwellenbereichen Aufnahmen (Foto sowie Video) machen können (Infrarot und Fullspektrum) neben dem normalen Bereich. Hinzukommen speziell angefertigte Infrarot-Zusatzlichter, damit wir ohne störendes Blitzlichtgewitter die Kameras einsetzen können. Kompaktkameras kommen bei uns zum eigentlichen Fotografieren und Filmen nicht mehr zum Einsatz, da es aufgrund der darin verbauten komprimierten Bildsensoren zigfach zu aufnahmetechnischen Fehlern kommen kann (sog. Geisterflecke/“Orbs“).

Während der aktiven Untersuchungen sollten auch Ghost Radio-Apps zum Einsatz kommen, da derartige Apps mitunter auch einen Einzug in das Ghosthunting gefunden haben und zunächst im anglo-amerikanischen Raum auftauchten („Denn gerade weil es in TV-Serien funktioniert und man zig Ergebnisse erzielt, muss es ja funktionieren“). Wir selber nutzen diese eigentlich nicht, da wir nach entsprechenden Versuchen einfach festgestellt haben bzw. unsere Meinung dazu bestätigt sahen, dass sie unsinnig sind (ähnliches gilt für die richtigen Geräte „Ghost Radio / Spirit Box“, da diese Geräte lediglich die Radiofrequenzen in erhöhter Geschwindigkeit abscannen und Wörter, Sätze und Silben auswerfen, die in erster Linie von Radiosendern bzw. auch von Funkübertragungen stammen und wenn die „Antwort“ passend ist, soll sie von einem Geist stammen; ohne Berücksichtigung dessen, dass allein schon durch eine Silbe sich unser Gehirn eine passende Antwort basteln kann und somit eine akustische Fehldeutung außer Acht gelassen wird) – aber wir wollten der Alexa anhand der Praxis zeigen, wie sie funktionieren und sie sollte sich ein eigenes Bild davon machen. Mehr dazu später, wenn sie zum Einsatz kommen.

Nachdem wir Alexa einiges erklärt haben machten wir uns auf, die Räumlichkeiten auf der ersten sowie 2. Etage zu begehen. Dabei kamen unsere EMF-Messgeräte sowie Videokameras zum Einsatz, dass sollte etwas ungewöhnliches auftreten, wir dieses unmittelbar auch auf Band haben.












Wir begaben uns zunächst auf die erste Etage des linken Flügels. Unsere Messgeräte blieben vorerst stumm und nachdem wir in den letzten Raum kamen, reagierten sie. Es konnte doch erhebliche Ausschläge im oberen Wand- und Deckenbereich registriert werden, die aber nicht durchweg stetig waren. Es war ungewöhnlich, da hier im Fort keinerlei Stromleitungen mehr liegen. Eine evtl. Möglichkeit könnten Funkwellen sein. Da wir hier aktuell keine Erklärung für das Auftreten dieses „Phänomens“ hatten, beschlossen wird, dass dieser Bereich bei der späteren aktiven Untersuchung mit einbezogen wird und setzten dann die Begehung fort bis in den rechten Flügel. Im weiteren Verlauf kam es zu keinen weiteren nennenswerten Messergebnissen. Allerdings fanden wir bei der Ankunft im rechen Flügel (Erdgeschoss) Blutflecken auf dem Boden und einen aufgehängten blutverschmierten Handschuh vor.



 
Hierbei handelte es sich aber zu 100%iger Sicherheit um zurückgelassene Requisiten, Kunstblut bzw. Spuren eines Filmdrehs handeln, der in den letzten Tagen hier stattfand (die Info hatte Tom von der Verwalterin im Vorfeld schon erhalten).


Als wir wieder in unserer Zentrale im Haupteingang eintrafen, machten wir zunächst eine Pause, um dann den groben Ablauf zu besprechen.



Aufgrund der Anzahl der anwesenden Personen sahen wir es als sinnvoll an, zwei Teams zu bilden, die unabhängig voneinander im rechten und linken Flügel agieren. Dabei bildete Team 1 Claudia, Liane, Wula und Alexa. Michael wurde ihnen als Kameramann zugeteilt. Team 2 bestand aus Hagen, Tom und Andre.

So kam es dann, dass sich die beiden Teams zu ihren Zielorten aufmachten.

Team 1
Im hinteren Bereich, auf der ersten Etage verteilten sich Claudia, Liane, Wula, Alexa und Michael in einem Raum. Nach dem alle einen Platz fanden, starteten wir mit der passiven Untersuchung, dem sogenannten Sit-In.

Passive Untersuchung/Sit-In bedeutet, dass wir die Tonaufnahmen starten und uns dabei so gut wie möglich ruhig verhalten. Während dieses Parts „notieren“ wir verbal auftretende Umweltgeräusche (Vögel, Autos, Flugzeuge, Magenknurren…), damit diese bei der späteren Materialauswertung Berücksichtigung finden und nicht zu Fehldeutungen führen. Der passive Part dient auch dazu, um sich auf den Ort/Bereich einzulassen und unsere vorhandenen Sinne zu schärfen.

Nach etwa 5 Minuten beendeten wir den passiven Part und gingen in die aktive Untersuchung über. Während dieses Parts werden Fragen gestellt und zu Interaktionen aufgerufen sowie weitere Verfahren durchgeführt (zB auch ein musikalischer Era-Cue-Test / dazu später mehr). Hierbei konnten wir teils erhebliche Ausschläge auf den EMF-Messgeräten in oftmals bestimmten Bereichen festgestellt werden, für deren Ursache wir ad hoc keine Erklärungen parat hatten.
Manchmal binden wir zeitweise experimentelle Gerätschaften bzw. auch Apps ein, um diese nicht nur zu testen, sondern auch um darüber aufzuklären. So kam es dann dazu, dass Liane über ihr Mobilfunkgerät (Flugmodus) eine Ghost-Radio-App startete.

Zum Thema Ghost Radio ist anzumerken, dass es sich hierbei um ein an sich beliebtes Ghosthunter-Equipment handelt, welches zur Live-Kommunikation mit einem Geist dient (dienen soll). Wir selber haben ein derartiges Gerät schon einmal während zweier paranormaler Ermittlungen in Irland vor einigen Jahren austesten können und das Ergebnis war derart „überwältigend“, dass wir es nicht in unseren Bestand aufgenommen haben. Denn diese Art von Geräten funktionieren in der Weise, dass (wie bei der Ghost-Radio-App) in hoher Geschwindigkeit echte Radiofrequenzen abgescannt werden und hierbei automatisch Bruchstücke von Radiosendungen eingefangen werden. Bekanntlich reichen schon Silben aus, damit sich unser Gehirn passende Wörter bastelt, die dann auch zu den erwarteten Antworten und passen können. Da es eine Live-Kommunikation ist, reicht es allein schon aus, wenn min. eine der anwesenden Personen dann sagt (Beispielszenario): „Wow, habt ihr das auch gehört? Egon frug, wer anwesend ist und da kam „Teufel“ – und schon kommt es zu einer Suggerierung, die auch bei einer späteren Auswertung schon „in den Köpfen“ ist, obgleich nur ein „teu“ zu hören war. Da die Gefahr von einer akustischen Fehldeutung immens ist, arbeiten wir nicht mit einem Ghost Radio. Um aber unserem Gast unsere Beweggründe zu verdeutlichen, testeten wir es, allerdings in Form einer App. Diese Apps (wie auch Steve Huffs "The Portal-App", Ghost Tool App usw.) finden mittlerweile einen regen Zuspruch, auch unter Ghosthuntern, da sie eine kostengünstige Alternative zu den eigentlichen Gerätschaften darstellen und einen regen Hype durch entsprechende TV-Serien. Nur sollte man nicht beiseiteschieben, dass dererlei Apps mit Datenbanken arbeiten und die ausgeworfenen Silben, Wörter und Sätze eher der Programmierung geschuldet sind. Und es liegt ja auch auf der Hand, dass die Datenbanken überwiegend aus Wortschätzen passend zur paranormalen Thematik bestehen. Im Übrigen besitzen – nach aktuellem Kenntnisstand – keine Apps und Geräte („Ovilus“) einen deutschen Wortschatz. Da bisweilen nur eine englische Sprache zu hören ist, muss der „Agathe Bauer-Effekt“ zudem Berücksichtigung finden (Link zu Wikipedia). Bei der Nutzung solcher Geräte und Apps gibt es einen Leitsatz: „Wenn eine Antwort kommt die passend zu einer Frage oder Situation ist, stammt diese mit Sicherheit von einem Geist“…. wir lassen es mal so stehen und verweisen nur auf die vorstehenden Ausführungen.

Nun aber genug der Erklärung:

Während das Ghost Radio (App) lief stellte Claudia die Frage, ob jemand anwesend sei und es klang wie ein „Ja“, was die App „auswarf“. Aber aufgrund der eben erfolgten Erklärungen, kann das „ja“ nicht so wirklich Berücksichtigung finden und wohl eher ein Zufallsprodukt war.

Nach wenigen Minuten schlossen wir die App, da die Aktivität eher nervend als sinnvoll ist und die Konzentration aufgrund des Krachs stört. Wir wechselten dann wieder in unsere übliche Vorgehensweise: Fragestellungen und Aufforderungen sich bemerkbar zu machen, da man sie nicht sehen und somit nicht wahrnehmen kann, als man plötzlich Stimmen vernahm. Aber schnell war klar, es waren nicht die Stimmen von Geistern, sondern von zwei Jugendlichen, wovon einer dem Hauptweg zum Fort herunterkam. Team I unterbrach daraufhin die aktive Untersuchung.

Team 2

Hagen, Andre und Tom begaben sich ans Ende des rechten Flügels und zwar in den Gang, wo eine große Betonplombe den Zugang ins Kellergewölbe blockiert. In diesem Bereich konnten wir bei unserem ersten Besuch ungewöhnliche Ausschläge auf den EMF-Messgeräten feststellen. Wir wollten schauen, ob sich diese wiederholen würden, wenn wir auch hier wieder unser musikalisches Era-Cue-Verfahren  anwenden. Bei diesem Verfahren spielen wir Musik aus jener Zeit ein, wo es Hinweise gibt, dass noch jemand anwesend sein könnte. Auf dieser Weise kann eine vertraute Situation (Umgebung) geschaffen werden und so kann ggfs. eher eine Reaktion / Kommunikation erfolgen.

In dem Moment, als die drei sich positionierten, um mit dem passiven Part (Sit-in) zu starten, sagte Tom plötzlich: „Was war das denn?“ Er machte seine Kamera bereit, als er plötzlich etwas über den Boden fliegen sah, was in der gegenüberliegenden Wand verschwand. Noch bevor er sagte, was er gesehen hatte sagte Andre schon: „Du meinst das, was da in der Wand verschwand?“ Da Tom es nicht ansprach, aber dafür Andre, bestätigte er die Sichtung der hellen Lichtkugel und es war somit keine optische Täuschung. Wie es der Zufall dann so will, hatten wir leider die Kameras zu dem Zeitpunkt noch nicht laufen (aber dafür die Tonaufnahmen) und können daher keinen bildlichen Beleg für die Sichtung beibringen. Es gibt hierüber nur eine Tonsequenz, die wir bei dem noch anzufertigenden Dokumentations-Video mit einbinden werden.

Nach diesem Erlebnis starteten wir umgehend mit der Ermittlung und nach dem zunächst passiven Part gingen wir in die aktive Untersuchung über. Dabei stellten wir gezielt Fragen zu dem Vorfall von eben, aber es erfolgten keinerlei akustischen oder visuellen Reaktionen. Als wir in den nächsten Part übergehen wollten, hörten wir plötzlich Rufe von Mitgliedern des Team 1 und Hagen schaute noch draußen. Er sah einen jungen Mann, wie er zum Haupteingang herüberging. Da sich in der Haupthalle unser Equipment befand gingen Tom und Hagen umgehend nach dort, um die Person zur Rede zu stellen. Sie trafen auf einen Jugendlichen der auf Suche nach seiner Freundin war und von uns wissen wollte, was hier machen. Zugleich trafen auch Wula und Claudia ein. Nachdem wir ihm sagten, dass wir hier Aufnahmen machen, er sich hier widerrechtlich auf dem Grundstück befindet, forderten wir ihn zum Gehen auf. Dies tat er auch und wollte vorher aber noch seine Freundin finden. Sie (Tom und er) gingen zusammen zum Haupttor und auf dem Weg dorthin trafen sie auf die Freundin. Beide verließen das Gelände und wir konnten dann ungestört unsere Untersuchungen fortsetzen.

Team 1 sowie Team 2 nahmen ihre Tätigkeiten wieder auf.

Team 2 setzte die Untersuchung derart vor, dass wir Fragen in flämischer Sprache einspielten. Die Fragen wurden von Toms Mutter eingesprochen. Flämisch, weil nach dem 2. Weltkrieg hier in dem Fort belgische Soldaten stationiert waren. Im Anschluss testeten wir auch hier eine Ghost Radio-App. Nach etwa einer halben Stunde beendeten wir die Untersuchung in diesem Bereich (ohne visuelle oder akustische Reaktionen zu erhalten; auch blieben die EMF-Messgeräte stumm) und machten eine Pause. Beim Rückweg zur Haupthalle, die unsere Zentrale war, trat Tom unglücklicherweise noch in einen verrosteten Nagel, was aber folgenlos blieb.

Team 1 nahm seine Tätigkeit wieder auf, nachdem Wula und Claudia zurück waren. In der weiteren Fortsetzung der Untersuchung auf der 2. Etage kam es zu keinen nennenswerten Reaktionen.
Sie beschlossen darauf hin ihren Standort zu wechseln und sich zu den Pferdeställen (eine Etage tiefer) zu begeben. Liane machte indes eine Pause.

Um 19.15 Uhr begannen sie mit den Tonaufnahmen bei den Pferdeställen im Bereich des Treppenabgangs. Claudia schritt den Bereich ab und der sich in ihrer Hand befindliche Gaussmaster (EMF-Messgerät) schlug hier mehrfach aus, auch bei Aufforderung zur Wiederholung. Erst ein leichter Ausschlag und dann stärkere (Min. 1430 EVP 2). Auch der Gaussmaster in Wulas Hand warf stetig erhöhte Messergebnisse aus (bis auf 0,8 mG). Da es Reaktionen auf den Messgeräten gab, wurde kein passives Sit-In vorgenommen, sondern sie gingen direkt in den aktiven Part über. Claudia griff bei der Fragestellungen auf die Informationen aus den zurückliegenden Untersuchungen zurück und forcierte die Fragestellung nach einem Jungen, der sich damals um die Pferde hier kümmerte. Wula platzierte indes ein kleines Spielzeugauto, welches sie mitbrachte, auf dem Boden und sie baten darum, dass dieses bewegt wird, damit wir sehen, dass jemand da ist, den wir so nicht wahrnehmen (sehen) können.

Kurz darauf hörten sie die Mitglieder von Team 1 sich näheren, die offensichtlich auf dem Wege in die Zentrale waren. Cloody unterbrach daraufhin und wollte Tom herbeiholen, damit er mit seiner Infrarot-Kamera hier in der Box Bilder macht, was dann auch geschah. Kurz darauf beschlossen wir zunächst eine Pause zu machen und tauschten uns aus.

Während der Pause erklärten wir Alexa verschiedene Vorgehensweisen und sprachen auch mit ihr über bestimmte vorherrschende Thesen, auch über Unterhaltungsserien usw.
Nachdem sich alle gestärkt haben, machten sich die beiden Teams wieder auf den Weg in die entgegen gesetzten Richtungen.

Team 2 begab sich in den Bereich, wo zunächst Team 1 oben links startete. Allerdings blieben diesmal die EMF-Messgeräte stumm und wir können es mal kurz machen: Es kam zu keinerlei akustischen sowie visuellen Reaktionen. Aber es war schon sehr verwunderlich, dass genau dort, wo zunächst bei Team 1 die Geräte oftmals ausschlugen, nun nichts, aber auch rein gar nichts festzustellen war.

Team 1 fand sich unterdessen dort ein, wo Team 2 die Lichtkugel in der Wand verschwanden sah.
Sobald sich alle Anwesenden in dem Gang verteilten, begann das Team mit dem passiven Sit In und startete die Tonaufnahme. Nach etwa 5-6 Minuten gingen sie in die aktive Untersuchung über und Claudia begann mit der Befragung. Es wurden auch gezielt Fragen nach der Lichtkugel gestellt und die Aufforderung ausgesprochen, dass sie erneut auftritt. Leider ergebnislos. Es kam auch zu Aufforderungen, dass man sich über Klopfgeräusche und Berührungen zu erkennen geben könne – nichts.

Kurz darauf äußerte Liane „Höre leise Schritte, evtl. Tropfen?“ Sollten es keine Tropfen sein, so könnten –sofern es Schritte waren- evtl. von Team 2 stammen.
Danach wurde Wula gebeten, dass sie das Modellauto nochmals auf den Boden stellt. Diesmal wurde ein Kreis dort herumgezogen, um zu sehen, ob eine Bewegung erfolgt (das Auto sollte bis zum Ende der heutigen Ermittlungen hier weiter stehen bleiben – es konnte auch später keine Bewegung festgestellt werden).
Claudia stellte dann weitere Fragen:
„Tom und Andre haben eben hier eben eine helle Lichtkugel gesehen, kannst Du Dich auch bitte für uns so bemerkbar machen?“
„Ist hier der Geist eines Verstorbenen?“
Daraufhin ein leichter dezenter Ausschlag auf Wulas Gaussmaster. Bei weiteren, folgenden Fragen kam es zu keinen Reaktionen, dafür neigte sich der Akku der Videokamera zum Ende und ein Wechsel war bald angeraten.

Nachdem sie die aktive Untersuchung beendeten, begab sich das Team zur Zentrale und machte Pause. Eine erneute Pause, um auch auf die Dämmerung zu warten, damit u.a. das Vogelgezwitschere aufhört.


Zwischenzeitlich traf auch Team 2 bei der Zentrale und man tauschte sich wieder aus.

Nach einer ausgiebigen Pause kamen Wula und Andre auf die Idee, die Futterkammer im linken Flügel zusammen mit Alexa zu untersuchen und sich dort einzuschließen (Türe angelehnt). Die übrigen Teammitglieder blieben in der Zentrale zurück.

Die Futterkammer ist ca. 3-4 m groß und oben geschlossen. Nachdem alle drei sich einen Platz gesucht hatten und die Türe dann schlossen, war es recht düster im Raum. Es wurde ein EMF-Messgerät ausgelegt und Wula hatte den Gaussmaster in der Hand. Sie begannen auch hier mit einem passiven Sit-In, bevor sie in den aktiven Part überwechselten. Wula begann mit der Fragestellung und im weiteren Verlauf stellte sie die Frage: „Sollten wir stören, bitte das Gerät in meiner Hand berühren!“ – zunächst keine Reaktion, aber dann hörte man ein leichtes dumpfes Klopfen, welches offensichtlich vom Boden herkam.

Kurz darauf bekam Wula eine warme Wange, was sie auch äußerte. Dann meldete sich Alexa, dass sie „Schiss“ (Zitat) bekommt und raus muss. Die drei brachen umgehend ab und Andre brachte Alexa zu den anderen Teammitgliedern in der Zentrale. Dort erzählte sie, was vorfiel und sie war merkbar irritiert. Wir unterhielten uns noch sehr ausführlich darüber und boten ihr auch an, dass sie bei den weiteren Untersuchungen auch aussetzen kann; aber sie wollte später weitermachen.

Wula agierte unterdessen zunächst alleine weiter und forderte weiterhin zu Berührungen und Klopfgeräuschen auf. Die auch zu hören waren.
Wenige Minuten später verließ Wula die Kammer, da sie das Gefühl plötzlich bekam, dass sie nicht mehr alleine war und sie orderte Andre unmittelbar zurück. Andre ging schnellen Schrittes zurück und beide betraten gemeinsam wieder in die Kammer.
Wula hatte das Gefühl, dass es evtl. eine Tierseele war, die sich bemerkbar machen wollte und jene dieses Klopfen verursachen würde. Sie forderte daher erneut dazu auf, dass man sich mittels Klopfgeräusch bemerkbar machen wollte und es erfolgte. Unterdessen bekam Wula die Idee, dass es evtl. ein Pferd sein könnte, welches seinen Kopf an sie schmiegte und es daher zu einer warmen Wange kam.
Beide brachen kurz darauf hin ab und gingen direkt zu den anderen.

In der Zentrale angekommen erzählte sie, was los war. Wir entschieden daraufhin, dass wir den Versuch erstmals wagen wollten, mit einer Tierseele Kontakt aufzunehmen. Daher spielten wir Pferdegeräusche ein und möglicherweise könnten wir in den Einspielpausen Reaktionen erhalten (entweder auf den Geräten oder akustischer Art auf den Tonaufnahmen). Es war ein sporadischer Versuch.
Währenddessen hatte Tom das Gefühl, aus dem Gang hinter sich ein Klopfen zu hören. Claudia und Tom gingen dann in den Gang aber das Geräusch war nicht zu hören.
Nach etwa 15 Minuten brachen wir das Experiment ab.

Im Anschluss gingen Andre, Wula, Hagen, Claudia, Michael und Tom zu jener Pferdebox, wo Claudia zuletzt heftige Ausschläge auf dem Gaussmaster hatte. Die anderen blieben in der Zentral (Liane und Alexa)
Diesmal verzichteten wir auf ein Sit-In und starteten direkt mit der aktiven Untersuchung und Fragestellungen. Hierbei konnten wir keinerlei visuellen oder akustischen Reaktionen hervorrufen.
Wir brachen nach etwa 15 Minuten ab und gingen dann weiter zur Futterkammer. Wula und Andre machten aber Pause bei den anderen in der Zentrale.

Dort angekommen ging Tom in die Kammer und Hagen, Claudia sowie Michael blieben davor. Wir führten hier eine kurze Untersuchung durch, aber ohne, dass Klopfgeräusche zu hören waren. Da sich nichts ereignete gingen wir nach etwa 10 Minuten zurück zu den anderen.
Nach einer kurzen Stärkung wollten wir für heute unsere letzte Untersuchung durchführen. Diese sollte erneut im linken Flügel, auf der 2. Etage stattfinden, dort wo zu Beginn unserer Ermittlungen die EMF-Messgeräte im oberen Wand- und Deckenbereich Reaktionen zeigten.
Alexa wollte wieder mitgehen und so gingen dann sie, Hagen, Tom, Andre und Michael zum Zielbereich. Wir nahmen auch hier erst einmal erneut Messungen vor und diese blieben aber stumm. Es bleibt daher festzuhalten, dass die EMF-Messungen bei der ersten Begehung bzw. als hier anschließend Team 1 aktiv agierte positive Messergebnisse erzielt wurden. Interessant wäre es, wenn neben den Ausschlägen evtl. auch etwas auf Ton oder dem Bild-/Videomaterial zeitgleich festgehalten würde.

Nach dieser ersten Begehung nahmen alle Anwesenden eine Position ein und wir starteten zwar mit einem passiven Sit-In, aber dieses ging zeitnah dann fließend in den aktiven Part über. Tom übernahm die Fragestellungen und wechselte sich zwischendurch auch mal mit Hagen ab.
Währenddessen trat ein kurzweiliges Klopfen auf, dessen Ursprung in etwa in der Ecke des Raumes lag, worin sich das Team aufhielt.
„Ist der Geist eines Verstorbenen hier anwesend, der sich durch Klopfgeräusche bemerkbar macht?“ keine offenkundige Reaktion. Auch wurde um Wiederholung des Klopfgeräusches gebeten – ergebnislos.
Wir gingen dann in den Part mit dem musikalischen Era-Cue-Verfahren über und ließen zunächst die Deutsche Kaiserhymne laufen, da das Fort während der Kaiserzeit fertiggestellt und in Betrieb genommen wurde.

Im Anschluss wurden Fragen gestellt, ob jemand anwesend sei, der zur Zeit des Kaisers hier lebte und es wurde nach einem Namen gefragt. Im weiteren Verlauf wurden auch die Fragen in flämischer Sprache erneut vorgespielt; währenddessen traten für einen Moment punktuelle Kopfschmerzen bei Hagen auf. Daraufhin stellte Tom die Frage: „Bist Du durch einen Schlag auf den Kopf zu Tode gekommen? Wurdest Du von einem Pferd getreten?“ 
So schnell der Schmerz kam, ging er auch wieder und dann wurde die Stille durch ein Feuerwerk gestört. Wir wollten aber noch ein paar Fragen stellen und hofften indes, dass die Lärmstörung nur von kurzer Dauer ist, was auch der Fall war. Es wurde dann weitere Musik eingespielt (die franz. Hymne und „Fesche Lola“). Keine Reaktionen und auch die Bitte, sich nochmals durch ein Klopfen bemerkbar zu machen, blieb offenkundig ergebnislos.
Wir brachen daraufhin ab, da die Müdigkeit langsam auch Einzug bei uns hielt.

Auf dem Weg zurück zur Zentrale gingen wir jedoch noch in einen halbwegs geschlossenen Raum mit einem Loch in der Decke und versuchten zu erspähen, was sich weiter oben befand. Konnten aber nichts erkennen. Wir beschlossen bei einer der nächsten Untersuchungen des Forts dem Geheimnis dieses Lochs auf den Grund zu gehen.

Als wir dann in der Zentrale ankamen, beendeten wir für heute die paranormale Begehung und wir waren sehr gespannt, was die Auswertung des Materials hergeben wird. Auch insbesondere auf die Tonaufnahmen in Bezug auf die Futterkammer.

Nach einer Abschlussbesprechung packten wir unser Equipment zusammen und verließen das Fort.
Tom und Claudia brachten Alexa noch zum Bahnhof, wo sie gemeinsam noch ausgiebig u.a. über den heutigen Abend sprachen und selbstverständlich auch so lange bei ihr blieben, bis der Zug einfuhr und sie nach Hamburg zurückfahren konnte.

Im Nachgang erfuhren wir von 2 Kinderleichen, die angeblich auf dem Gelände des Forts verscharrt worden sein sollen; es gab auch mal eine großangelegte polizeiliche Suchaktion, aber nach unseren Recherchen wurde nichts gefunden. Hier könnte man nun einen Bezug zu den Klopfgeräuschen im Futterraum versuchen herzustellen. Aber würde nicht viel Sinn machen, da es keine konkreten Anhaltspunkte gab, dass sie dort wirklich vergraben wurden.

Fazit - Ghosthunter NRWUP & RLP:

Alexa hat sich als Gastermittlern bewährt und würde jederzeit uns wieder begleiten dürfen. Sie zeigte sich sehr neugierig, was Ghosthunting in der Realität bedeutet. Und wir hoffen, dass wir zeigen konnten, dass es Ghosthunter gibt, die nicht nur mit dem notwendigen Ernst und Respekt vor der Materie „Tod/Verstorbene“ dabei sind, sondern auch besonders, dass wir „normale“ Menschen sind und nicht in allem etwas hineindeuten und es als „Paranormal“ betiteln, da sehr vieles einfach rational zu erklären ist.

Auch wenn an sich eine paranormale Untersuchung/Ermittlung oftmals recht „langwierig/langweilig“ sein kann; so ist es eben die Realität und anders als viele Serien/Videos bei YouTube/TV es zeigen, wo der Reihe nach irgendetwas passiert oder haufenweise Geisterstimmen zu hören sind, Personen aus Locations fliehen usw.

Wir haben allerdings auch schon z.B. auf Burg Manderscheid oder bei einem Privatfall Erlebnisse gehabt, die absolut nicht zu erklären waren (a-typische Bewegungen von Gegenständen bzw. eine heftig zufliegende schwere Türe (ohne entsprechenden Windzug)) – aber solche Erlebnisse kann man schon als Ausnahme ansehen.

An diesem 18.06.2016 konnten wir nicht wirklich so handfeste Hinweise auf paranormale Aktivitäten feststellen; wir haben zwar die ein oder anderen Empfindungen, das Klopfen in der Kammer, die gesehene Lichtkugel, die ungewöhnlichen Ausschläge auf den Messgeräten, aber nichts, was man vorzeigen kann – also auf Video/Bild oder Ton Festgehaltenes (solche Ergebnisse sind für unsere beiden Teams maßgeblich).

Um es aber vorwegzunehmen: Bei der späteren Untersuchung am 01.04.2017 konnten wir herausfinden, dass dieses „Klopfgeräusch“, welches in der Kammer zu hören war, vom entfernt liegenden Güterbahnhof stammte. Und zwar das Geräusch, wenn Züge über Gleisnähte fahren; demzufolge scheint diese Kammer wie eine Art Resonanzkörper zu wirken. Kein Geisterklopfen.

Fazit - Alexa Waschkau

"Zunächst einmal bin ich den Teams, und vor allem Tom und Claudia, sehr dankbar für diese Gelegenheit, Ghosthunting bzw. eine paranormale Untersuchung einmal vor Ort mitzuerleben. Zum Zeitpunkt des Termins im Fort X hatte ich mich bereits ca. vier Jahre lang mit dem Thema beschäftigt, da es Gegenstand eines Buches ist, das ich 2013 zusammen mit Sebastian Bartoschek veröffentlicht habe.

Ich bin Kulturwissenschaftlerin und wissenschaftlich-kritisch eingestellt. Ich gehe nicht von der Grundannahme aus, dass unerklärlich oder übernatürlich erscheinende Phänomene ausreichend belastbare Beweise dafür liefern, dass es Spuk und Geister gibt. Dennoch finde ich das Thema, wie auch Versuche, solchen Phänomenen nachzuspüren, faszinierend.

Der Abend, den wir im Fort IX verbrachten, war auf mehreren Ebenen äußerst erhellend. Zum einen war es interessant, die Verfahren und Geräte der Ghosthunter im Einsatz zu sehen, über die ich bisher immer theoretisch recherchiert, gelesen und geschrieben hatte. Zum anderen war es spannend, die Interaktion der Teammitglieder zu beobachten. Es war auffällig, was sich zuvor und auch nach dem Termin immer wieder gezeigt hat, die hier agierenden Gruppen legen die Messlatte im Vergleich zu anderen Ghosthunterteams in Deutschland wesentlich höher, wenn es darum geht, paranormale Ereignisse aufzuspüren. Die unaufgeregte, sachliche Vorgehensweise empfand ich als sehr angenehm.
Ich habe aber noch eine weitere, sehr persönliche Erfahrung gemacht. Die Situation in der Futterkammer, also das Ausharren in völliger Dunkelheit, an einem Ort, der zumindest geschichtsträchtig ist, kann auch einen wissenschaftlich-kritisch eingestellten Menschen unter Umständen nicht kaltlassen. Erst recht dann nicht, wenn man plötzlich ein Klopfen hört, das aus dem Boden zu kommen scheint und zwar nicht so, als ob einer der Anwesenden z. B. mit dem Fuß aufstampfen würde. Natürlich sagte ich mir auch in dieser Situation, dass selbst ein unerklärliches Klopfen noch kein Hinweis auf ein übernatürliches Phänomen sein muss. Aber so etwas funktioniert eindeutig besser, wenn man zuhause an seinem Schreibtisch sitzt und nicht in einer stockdunklen Kammer, an einem verlassenen Ort steht.

Ich möchte diese Erfahrungen nicht missen, finde die Arbeit der Ghosthunter nach wie vor spannend und halte gerade das Thema Spuk und Paranormales für geeignet, einen Dialog zu führen zwischen Skeptikern und denen, die eher geneigt sind, daran zu glauben. Gerade im Falle der Teams, die hier in diesem Bericht eine Rolle spielen, habe ich das Gefühl, dass uns außer unterschiedlichen Grundannahmen gar nicht allzu viel trennt."

Unser Team von Ghosthunter NRWUP &/ RLP bedankt sich auch im Namen des Teams von Paranormal Research Hochstift bei Alexa Waschkau für die Zeit und ihr Interesse mal bei einer paranormalen Untersuchung beizuwohnen.
Für eine Wiederholung ständen wir jederzeit bereit.

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