Wichtige Anmerkung: Der Bericht stammt noch aus der Zeit mit unserem ehemaligen Team.
Wir sind von einem anderen Ghosthunterteam aus NRW gebeten worden,
bei einer paranormalen Untersuchung in einem privaten Haushalt
(Doppelhaushälfte) mit vor Ort tätig zu werden. An dieser Stelle
bedanken wir uns für das Vertrauen und der Anfrage über die
Zusammenarbeit.
Im Vorfeld der Untersuchung erhielten wir die Informationen, dass die
9jährige Tochter der Familie immer wieder einen böse dreinschauenden
Mann mit schwarzem Mantel in ihrem Zimmer stehen sah und
sich dieses auch nach einem Zimmerwechsel fortsetzte. Fremdartige
Stimmen waren aus dem Keller zu hören, welche auch vom Besuch
wahrgenommen wurden. Auch wurden vor allem fremde Schritt- und
Poltergeräusch wahrgenommen. Die Familie soll erfahren haben, dass von
den Vormietern in der Wohnung Geisterbeschwörungen und
Voodoo-Experimente dort praktiziert wurden.
Am 31.03.2012 trafen wir uns im Vorfeld der PU mit der Yvonne von der
P.I.N. und fuhren gemeinsam zu den Klienten. Dort wurden wir freundlich
aufgenommen. Anwesend waren neben den Eltern auch zwei
Freundinnen der Familie, die ebenfalls über Phänomene berichten konnten.
Nach der Begrüßung und Abstellen der Ausrüstung begaben wir uns alle
zusammen mit den Eltern und Freundinnen in das im 1. OG
gelegene Wohnzimmer. Dort erzählten die Klientin in aller
Ausführlichkeit nochmals von den Phänomenen, ebenfalls die beiden
Freundinnen. Es wurde vom Klienten berichtet, dass mal im Keller, als er
die Wellensittiche in ihrem Käfig füttern wollte, ihm plötzlich jemand
in das rechte Ohr schrie „Haut ab!“. Es war aber keiner da. Die beiden
Freundinnen erzählten, dass sie auch schon Stimmen und
Geräusche wahrgenommen hatten. Um dem ganzen Spuk auf den Grund zu
gehen, hatte sich die Freundin zusammen mit ihrem Ehemann in den Keller
begeben. Sie nahmen eine Puppe mit, um deren Hals eine
Goldkette mit Kreuzanhänger gelegt wurde und setzten sich in den Keller
vor den Vogelkäfig und warteten, als plötzlich die Puppe etwa 3-4 m in
die Waschküche geschleudert wurde. Ferner fuhr einmal
die ältere der beiden Freundinnen mit der Tochter der Klienten auf einen
Campingplatz mit festen Wohnquartieren. Die Tochter wachte nachts auf,
weil sie Bauschmerzen hatte und nicht mehr schlafen
konnte. Nachdem sie im Bad war, bekam sie erneut Bauchschmerzen aus
unerfindlichen Gründen und da nahm die Freundin die Tochter dann zu sich
ins Bett. Kurz darauf schepperte es im Nachbarraum und es
zerbrach die Lampe, die auf dem Schuhschrank stand und der Schirmständer
fiel um, so dass diverses im Raum verteilt lag. Zu dem Zeitpunkt war
niemand in dem Raum anwesend. Dies war bereits aus
den Erzählungen der Anwesenden zu vermuten, dass die Phänomene in erster
Linie dann auftreten, wenn die Tochter auch anwesend ist (Evtl.
Poltergeist-Phänomen; d.h. ein von einem Menschen selbst
verursachtes Phänomen?). Die Familie besteht aus den beiden Eltern sowie
5 Kindern, wovon lediglich die beiden Elternteile anwesend waren.
Nach dieser ausführlichen Besprechung (ca. 20.00 Uhr) wurden wir von
den Klienten durch das Haus geführt; hierbei konnten wir sehen, dass
sich in fast allen Räumen Käfige mit Nagetieren befanden
(Erschwerung der Tonaufnahmen). Neben dem Wohnzimmer lag das
Kinderzimmer, das zudem das kälteste Zimmer im Haus war, wie uns die
Klienten berichteten. Das Zimmer lag zur Straßenseite hin. Auf
dieser Etage sind auch das Bad sowie das elterliche Schlafzimmer. Im
Erdgeschoss befinden sich das Esszimmer, Küche sowie zwei weitere
Kinderzimmer. Im Keller befand sich die Waschküche
sowie der Vorratsraum (eher Flur vom Treppenhaus), wo auch der
Vogelkäfig aufgestellt war.
Da sich die überwiegend betroffenen Räume auf die drei Kinderzimmer
sowie Keller und Treppenhaus verteilten, entschieden wir uns dazu im
Esszimmer die Zentrale aufzubauen. Die Überwachungskameras
wurden im Flur (Blickrichtung Treppenhaus), Kinderzimmer (Tochter sowie
des Sohnes / EG) sowie im Keller positioniert, Blickrichtung
Vogelkäfig. Des Weiteren bauten wir in der Waschküche den
Movetest auf (Tablett mit Sand, Kette, einer Figur sowie K2), im
direkten Anschluss daran schlug der K2 plötzlich auf 100% aus (zu diesem
Zeitpunkt war leider die Kamera noch nicht am laufen); da
kein Handy oder sonstige Stromquelle sich in der Nähe befand, musste
dieser Ausschlag nicht unbedingt auf eine natürliche Ursache
zurückzuführen sein. Während des Aufbaus führten Claudia und Yvonne
die Grundmessungen mit Hilfe des Gaussmasters und des
Infrarotthermometers durch. Hierbei stellte sich heraus, dass die
Leitungen im gesamten Haus schlecht isoliert waren, da in sämtlichen
Räumen in
einem Meter Höhe der Gaussmaster bereits einen Ausschlag von 30%
anzeigte und je höher man das Messgerät hielt der Ausschlag linear bis
auf 100% anstieg. Dieses „Phänomen“ konnte in allen Räumen
festgestellt werden.
Nach Abschluss der Grundmessungen begannen wir mit der eigentlichen
Untersuchung. Wir entschlossen uns im 1. Obergeschoss anzufangen.
Hierfür begaben sich Claudia, Dunja, Yvonne und Tom sich
in das dort gelegene Kinderzimmer. Claudia und Yonne setzten sich auf
die Sessel und Dunja und Tom auf die Couch, die sich direkt an der
Zimmertür innenseitig befand. Wir begannen sodann mit der
ersten digitalen Tonbandaufnahme. Während der Fragestellungen die
abwechselnd von Dunja und Yvonne vorgenommen wurden, empfand Yvonne ein
Kälte- und Druckgefühl am linken Arm (zur Tür hin). Auch
konnte sie auf dem sich in ihrer Hand befindlichen K2 einen Ausschlag
feststellen. Wobei sich jedoch herausstellte, dass der K2 in diesem
Bereich mehrfach ausschlug, was auf den Metallrahmen des
Glastisches zurückgeführt werden konnte, der sich in unmittelbarer Nähe
befand. Der K2 zeigte dort Ausschläge zwischen 40-80%. Das Kältegefühl
könnte auf einen Windzug zurückzuführen sein, zumal es
sich bei dem Kinderzimmer, wo wir uns befanden, um das kälteste im
ganzen Haus handelte. Visuelle Auffälligkeiten konnten in dem Raum
während der Aufnahmen nicht festgestellt werden.
Danach begaben sich Dunja, Melanie, Irene, Tom und Sebastian in den
Keller, während Yvonne und Claudia am Überwachungssystem die Monitore
überwachten. Während dieser Untersuchung verspürte Tom am
Eingang zur Waschküche am rechten Arm eine eisige Kälte (visuell konnte
auch gesehen werden, dass sich and der Stelle sich die Haare
sprichwörtlich aufstellten). Einen Luftzug konnten wir
ausschließen, da hier unten keine Fensteröffnung nach draußen hin offen
war und die verspürte Kälte zu intensiv war. Zudem ging der Gaussmaster,
den Melanie in der Hand hielt, zeitgleich an, als die
Kälte auftrat. Währenddessen wurden wie immer auch Diktataufnahmen
gemacht. Trotz anschließender Aufforderungen zur Wiederholung der
möglichen Berührung konnten keine visuell wahrnehmbaren Ergebnisse
erzielt werden.
Im Abschluss daran machten wir eine kurze Pause und besprachen mit
den Klienten die weitere Vorgehensweise. Wir entschieden uns dazu, dass
wir die beiden im EG gelegenen Kinderzimmer zeitgleich
untersuchten und hierzu gingen Melanie, Dunja, Irene sowie die Klientin
in das Kinderzimmer der Tochter und Claudia zusammen mit Sebastian und
Yvonne in das Kinderzimmer des Sohnes. Tom übernahm die
Überwachung der Monitore. Während der beiden Untersuchungen konnten bis
auf ein Klopfgeräusch, welches im Jungenzimmer nach Aufforderung von
Claudia gehört wurde, keine visuellen Auffälligkeiten oder
Reaktionen festgestellt werden.
Im Anschluss daran gingen Claudia, Tom und Yvonne nochmals in den
Keller um eine weitere Untersuchung dort vorzunehmen und das
Kältephänomen, welches Tom festgestellt hatte, nochmals
„hervorzurufen“. Leider war dies nicht erfolgreich.
Wir beendeten sodann gegen 24.00 Uhr die Untersuchung und bedanken
uns bei den Klienten für das entgegengebrachte Vertrauen und begaben uns
tagsdrauf an die Auswertung der Ergebnisse.
Die mit Spannung zu erwartende Auswertung der Aufnahmen aus dem
Keller brachte auch keine verwertbaren Ergebnisse mit sich. Die
Aufnahmen vom Movetest sowie der Überwachungskameras zeigten
ebenfalls keine Auffälligkeiten.
Das im Jungenzimmer zu hörende Klopfen konnte auf der EVP ebenfalls
gehört werden und könnte möglicherweise aus dem Zimmer stammen, aber
dies ist nicht eindeutig zu belegen. Am interessanten ist
ein Foto, welches im Mädchenzimmer aufgenommen wurde. Es handelt sich
dabei um eine Aufnahme auf dem Fernseher, welche offensichtlich eine
nicht anwesende Person im Zimmer zeigt.
Wobei wir bei der Aufnahme uneinig sind, da es evtl. die ehemalige Leaderin unseres alten Teams zeigt.
Da wir darüber hinaus kaum verwertbare Ergebnisse bei der
Untersuchung erhielten, um eine definitive Aussage treffen zu können, ob
dort paranormale Phänomene geschehen oder nicht und wir davon
ausgingen, dass die im Vorfeld geschilderten Geschehnisse womöglich im
Zusammenhang mit der Tochter standen, wollten wir eine weitere
Untersuchung vornehmen. Bei der Präsentation der Ergebnisse wurde
die Familie auf die Möglichkeit einer weiteren Untersuchung
angesprochen. Die Familie wollte aber zunächst abwarten, ob in der
Folgezeit erneut Phänomene auftauchen und sich dann bei uns melden.