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Sonntag, 23. Juli 2017

Paranormal Lockdown / 72 Stunden im Geisterhaus / Nick Groff

Persönliche Meinung von Tom zu diesem TV-Format: 



Nachdem ich am 08.10.2016 bereits schon einmal über diese Serie geschrieben habe, da ging es um die "Ankündigung" der ersten Staffel beim Sender TLC, kommt hier nun mein Fazit, nachdem ich mir so einige Folgen angeschaut habe und mich auch Dritte immer mal wieder nach meiner Meinung und Einschätzung gefragt haben.

Am Schluss meines Beitrages vom 08.10.2016 schrieb ich als vorläufiges Fazit:

"Allein schon dieser Hinweis in der Beschreibung der Sendung lässt für mich nur den Schluss zu, dass es sich um reines "Poppcorn"-Kino handelt und man die Sendung nicht so sehr als authentisch und realistisch ansehen sollte :-). Reines Kalkül der US-Produzenten, um hohe Zuschauerzahlen zu bekommen und man spielt mit der Unwissenheit der Interessierten :-)
Für eine Abendunterhaltung mag es ja in Ordnung sein, aber allzu ernst sollte man es nicht nehmen"


Großartig geändert hat sich mein Fazit nach dem Sichten mehrerer Folgen aus beiden bisher erschienenen Staffeln nicht, sondern eher noch bekräftigt. 

Interessant sind definitiv die Locations, die die beiden da nebst Kamerateam (nur ein Kameramann?) aufsuchen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass aufgrund der bestehenden Geschichten und berichteten Erlebnisse Dritter bei der einen oder anderen Location "noch etwas los ist". 

Auch das Projekt, dass man sich 72 Stunden an einem Ort aufhält und auch dort nächtigt find ich extrem interessant und spannend. Unser Team Ghosthunter NRWUP & RLP hatte beispielsweise letztes Jahr (2016) die Möglichkeit erhalten, mehrere Tage und Nächte in einer Location in Mecklenburg-Vorpommern verbringen und nächtigen zu können, um dort eine Langzeit-Untersuchung vorzunehmen (Bericht folgt in den folgenden Monaten).

Was mir als objektiv, realistisch und rational denkender Geisterjäger, der sich für die gesamte Thematik nicht erst seit einigen Jahren interessiert, nicht gefällt und da setzt auch meine Kritik an (im Übrigen würde ich dieses auch genau so von mir geben, wenn ich nicht das Ghosthunting betreiben würde!): 

- Zeitweise regelrechte Werbeplattform für dubiose kostspielige Gerätschaften (zB WonderBox), Apps mit Datenbanken usw.
Da werden dann die Erbauer mit ihren Geräten auch als Gastermittler mal mit eingebunden, zB Steve Huff . Aktuell bietet er zB die Wonder Box bei EBAY an. 
Auktion liegt derzeit bei 4000 USD - da wundert man sich dann nicht mehr....

Gerne greifen die beiden auch auf die App "The Portal" zurück, die Sätze/Wörter aus Datenbanken auswirft und die man u.a. an die WonderBox anschließen muss. Denn zB diese WonderBox verfügt über keine eigene Datenquelle ;-). Diese App "The Portal" hat unser Team auch schon mal eingesetzt und wir sind dabei zu einem niederschmetternden Ergebnis für diese App gekommen; ich selber habe sie für meinen TomsTalkMystery-Channel auch nochmals separat getestet (gleiches Fazit):


Was ich überaus befremdlich in einer Folge fand, dass Katrina die laufende App in Kamera hielt und sagte, dass man hören kann, wie sich da gerade Geister unterhalten - okay es kamen Sätze heraus, aber aus einer Datenbank.

Auch die sinngemäße Aussage wirft berechtigte Zweifel auf: "Man kann davon ausgehen, dass es ein Geist ist, der da antwortet, weil die Antwort dann klar und verständlich ist."

Keiner weiss, wie diese Apps mit den Datenbanken programmiert sind und wer kann behaupten, dass sie nicht so programmiert sind, dass auch klare verständliche Aussagen kommen? Teilweise klingen die Aussagen auch wie rückwärts gesprochen. Solange es diese berechtigten Zweifel gibt, ist die Aussage: "Stammt von einem Geist" nur eine Mutmaßung und Mutmaßungen sind bekanntlich keine Beweise - und in diesem Fall kein Beweis für eine Geistersbotschaft.   

Das Problem bei solchen Gerätschaften ist, dass wir eine enorm hohe Erwartungshaltung daran setzen, um dann eine klare Aussage zu hören. Weil eben aufgrund der Schilderungen da ein Geist sein muss und man will sein Vorhandensein beweisen. Dabei kann es nicht selten zu einer akustischen Täuschung kommen. Ähnlich wie die Pareidolie bei Bildern, wo unser Gehirn nach bekannten Mustern sucht und dann in einem Gebüsch Gollum findet. Man kann es auch als Eigensuggestion betiteln und ich finde, dass man da dann schon bzgl. des Einsatzes eines solchen Gerätes/App sehr kritisch mit dem Ergebnis umgehen sollte.


- Haufenweise Hinweise zu Dämonen (scheinbar ist die ganze USA nicht erst seit Trump mit Dämonen verseucht). Beispielsweise sollen modrige Gerüche ein Hinweis auf die Anwesenheit eines Dämons sein - dies wurde in einem Keller eines sehr sanierungs- und baufälligen Haus geäußert. Dort kam es auch bei den Protagonisten zu Luftnot und Hustenanfällen - auch der Grund dafür als was möglicherweise Paranormales gedeutet. Wenn man bedenkt, wie es um dieses Haus stand, sollte man eher mal überlegen, ob sich nicht eine hohe Schimmelsporenkonzentration in der Luft befand oder gar sehr sehr viel Staub umherwabberte. 
  
- Nachts über -während des Schlafens- werden Diktiergeräte laufen gelassen und wenn man dann später bei der Auswertung etwas "ungewöhnliches" aufgenommen hat, könnte es aber sein, dass das Geräusch/Gebrabbel von dem schlafenden Protagonisten stammte. Es wird aber in den Bereich des Paranormalen gerückt.

- Bei einer Sendung wurde zu unterschiedlichen Zeiten ein Stöhnen wahrgenommen. Das Hochhaus befand sich in einem sanierungswürdigen Zustand. Dieses "Stöhnen" kann auch über Abwasserrohre entstanden sein oder evtl. auch über möglicherweise vorhandene Luftschächte. 

Ich könnte noch so einiges mehr ausführen, aber es sollte erst einmal reichen um klarzumachen, dass ich diese Sendung als eine reine Unterhaltungssendung einstufe, wo man oftmals nur sehr oberflächlich agiert und weniger kritisch mit den Ergebnissen umgeht. Mir persönlich würde es gefallen, wenn man auch rationale Betrachtungsweisen mit einbaut. 

Anschauen kann man sie sich sicherlich, schon allein wegen der Locations, aber man sollte schon kritisch und objektiv dabei bleiben :-)

Sicherlich gibt es auch das ein oder andere während der dortigen Untersuchungen, was schon interessant war, aber nicht basierend auf den dubiosen Gerätschaften. 

Effekthascherei und Fördern von falschen Vorstellungen (zB Dämonen) scheinen sich als eine lukrative TV-Format-Masche entwickelt zu haben.

Und von "Ghosthunter-Spitzentechnologie" kann man sicherlich nicht gesprochen werden :-) - aber wer weiss, vielleicht tauchen in einer der nächsten Staffeln oder einem anderen TV-Format ja doch dann mal die ominösen Geister-Staubsauger auf :-)

Euer Tom

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Zu einem weiteren Sendeformat "Die Geisterakten" gibt es auf dem persönlichen Mystery-Blog von Tom Pedall auch eine Einschätzung, da er vielfach danach gefragt wurde. Zu dem Artikel gelangt Ihr über diesen Link: Die Geisterakten - Unterhaltungsserie oder mehr?

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